Sind Kromis gut verträglich mit Artgenossen?

Auch das hängt wieder davon ab, wie sie es gelernt haben.

Ich denke, generell lässt sich sagen, dass der typische erwachsene Kromfohrländer keine anderen, fremden Hunde um sich herum braucht. Die findet er eigentlich eher überflüssig und unnötig... Auf der großen Hundewiese, mit vielen oder wild umher rasenden Hunden, fühlt sich ein Kromi nicht wirklich wohl.

 

Während der Welpenzeit sind Kromfohrländer noch offen und frei, was andere Hunde angeht. Da muss man als Leinenhalter nur aufpassen, dass der Kromi keine negativen Erfahrungen mit seinen  Artgenossen sammelt.

 

Mit der Pubertät wandelt sich das Verhalten fremden Hunden gegenüber aber in den meisten Fällen. Also sollte dein Kromi die Hunde, die er Zeit seines Lebens treffen wird, möglichst noch während seiner Welpenzeit kennenlernen. Dann werden tiefe freundschaftliche Bande geschlossen, die auch lebenslang halten.

 

Kromi-Rüden werden ab der Pubertät gerne pöbelig allen anderen Rüden gegenüber. Sind ja schließlich Konkurrenten. Und Hündinnen fangen an, andere Hündinnen anzuzicken. Aus gleichem Grund. Das ist ein stückweit Mutter Natur. Aber trotzdem sollte man vom ersten Anzeichen an regulierend eingreifen und den eigenen Terrorzwerg zur Raison bringen, sonst verselbstständigt sich dieses Verhalten sehr schnell und man wird - nachvollziehbar - von anderen Hundehaltern gemieden.

 

Ein großer Anteil dieses Verhaltens wird sicherlich durch die Unsicherheit des Kromis ausgelöst. Bevor das Gegenüber merkt, das Kromi eigentlich schon längst die Buxen voll hat, wird erst mal viel heiße Luft produziert. Reagiert das Gegenüber darauf entsprechend, kann es durchaus auch zu "Handgreiflichkeiten" kommen.

 

Ungefähr zur gleichen Zeit entwickeln viele Kromfohrländer einen ziemlich ausgeprägten Größenwahnsinn an der Leine: Sie pöbeln nach links und rechts, was das Zeugs hält. Auch hier gilt: Bitte von Anfang an steuernd eingreifen!

 

Was das Thema Artgenossen angeht, sollte man also tatsächlich einiges an Aufmerksamkeit widmen und viel (Erziehungs-)Arbeit leisten, sonst kann das durchaus ein anstrengendes, langwieriges Thema werden.

 

Und was noch wichtig ist: Bei Hundebegegnungen stets ruhig und möglichst entspannt bleiben. Unsere feinsinnigen Kromis bekommen sofort mit, wenn wir angespannt oder nervös werden. Dann nehmen sie gerne an, dass die Situation brisant und ihr Leinenhalter überfordert ist, was dazu führt, dass der Kromi die Angelegenheit selber regeln will. Aber so sollte sich das natürlich nicht entwickeln.