Kromis haaren & riechen nicht?

Jein.

Das liest man ja in fast jeder Kromi-Beschreibung: Kromis riechen und haaren angeblich nicht.


Geruch

Ich bestätige absolut, dass Kromis nicht den typischen Hundegeruch mit sich herumtragen. Aber trotzdem riechen Kromis natürlich. Wir haben ja auch unseren Eigengeruch. So ist das mit Kromis natürlich auch. Ich finde den Kromi-Geruch aber sehr dezent und durchaus angenehm.

 

Ich drücke manchmal beim Kuscheln sogar meine Nase ins Fell meiner Kromis, um ihren Geruch intensiv aufzunehmen. (Sagte ich schon, dass ich meine Süßen abgöttisch liebe???) Selbst wenn sie im Regen nass wird, riecht er nicht mehr als sonst.

 

Das mögen Nicht-Hunde-Besitzer durchaus anders und intensiver empfinden, aber jeder der schon mal andere Hunde gerochen hat, wird mir sicherlich bepflichten, dass der Kromi-Geruch wirklich äußerst zurückhaltend ist.


Fell:

Es stimmt nicht, dass Kromis nicht haaren! Doch, auch Kromis verlieren Fell. Zumindest die rauhaarigen. Wie das bei den Glatten ist, weiß ich nicht. Die Rauhen haaren mal mehr, mal weniger. Nach der Welpenzeit habe ich das Haaren vermehrt festgestellt und auch im Frühjahr wie Herbst. Also genau die Zeiten, in die der übliche Fellwechsel fällt.

 

Aber selbst, wenn dieser Fellwechsel ansteht, ist das kein Vergleich zu dem, was zum Beispiel ein Golden Retriever an Fell verliert. Kromis haaren also wirklich sehr wenig. Aber wenn man hofft, kein Haar in der Wohnung zu finden,... So ist es nicht.

 

Was aber definitv stimmt, ist die Tatsache, dass das Fell sehr pflegeleicht ist. Das Fell benötigt nicht wirklich viel Pflege. Beim Kuscheln kommt hin und wieder der Massage-Striegel zum Einsatz, den meine beiden sehr lieben. Weniger beliebt ist der Furminator, der ziemlich auf der Haut zu kratzen oder zu pieksen scheint. Aber den benötigen wir auch nicht wirklich, denn meine beiden haben nicht wirklich viel Unterwolle.

 

Je nach Grundlänge des Fells kommt die Bürste zum Einsatz. Bei Cataleya also fast täglich, bei Kabou vielleicht einmal die Woche, wobei er es eigentlich nicht nötig hätte. Was beide täglich über sich "ergehen" lassen müssen, ist das Kämmen des Barts. Das mögen beide nicht sonderlich, da es bestimmt auch mal ziept, aber der kann schon mal verknoten oder verkleben; sei es nach dem Fressen oder nach dem Schnüffeln in irgendeiner Kletten-reichen Gegend. Bleibt man da nicht dran, hat man (oder Kromi) irgendwann ein Problem...

 

Was beim rauhaarigen Kromfohrländer definitiv erforderlich ist, ist das Auskämmen oder Trimmen des abgestorbenen Fells, was er nicht von selbst verliert. Man muss den Kromfohrländer jedoch nicht regelmäßig komplett herunter trimmen. Wenn man es mag, kann man es aber gerne tun. Das ist auch nicht sonderlich schwierig und schnell zu erlernen.

 

Keinesfalls sollte das Fell geschnitten oder geschoren werden!  Das zerstört die Fellstruktur sowie die Pigmentierung. Lediglich um die Augen herum oder an den anderen "delikaten Stellen" greife ich mal zur Schere, aber mit Bedacht. 

 

Das viel gepriesene selbstreinigende Fell ist relativ zu betrachten: Solange das Fell oder der Matsch noch feucht ist, haftet der Dreck. Je trockener das Fell wird, desto mehr Dreck fällt ab. Also ja, das Fell ist so gesehen tatsächlich selbstreinigend.

 

Bei lehmigen Dreck im Fell hat auch das selbstreinigende Fell keine Chance. Der klebt einfach zu gut. Entweder man kämmt es dann aus, was aber ordentlich ziepen kann, oder man stellt seinen Schmutzfink ausnahmsweise doch mal schnell unter die Dusche...