Erwachsenenalter

ab ungefähr 3-4 Jahren

Grundsätzlich lässt sich auch hier wieder sagen, dass kleine Hunde schneller erwachsen sind als große Hunde. Aber auch ein sehr ausgeprägtes Territorialverhalten kann den Eintritt des Erwachsenseins verzögern, wenn dies im Reifeprozess vom Halter toleriert wurde.

 

Vermittelt der Halter in der anfänglichen Verlustangst keine Sicherheit und Reglementierung, bleibt der Hund deutlich länger in einem instabilen Zustand. Die permanente Alarmbereitschaft verhindert hormonelle Ausgeglichenheit und somit das Erwachsenwerden.

 

Ist das alles überstanden, ist der Hund physisch wie psychisch ausgereift und kaum noch zu verändern. Positive, wie negative Eindrücke und Erfahrungen bestimmen nun sein weiteres Handeln. Sein Charakter und sein Wesen sind gefestigt.

 

Jetzt zeigt sich, ob der Hund bisher die Anleitung erhalten hat, die seine Entwicklung optimal fördern konnte. Der fortdauernde Bestand der Lernfreudigkeit und der Bereitschaft zur freundlichen Kontaktaufnahme mit Mensch und Tier belegen dieses.

 

Nun kennt der Mensch seinen Hund und kann ihn "lesen". Dem Hund ergeht es mit seinem Menschen genauso. Er weiß, wann sein Mensch wie reagiert oder nicht reagiert. Ein eingespieltes Team ist (hoffentlich) entstanden, welches sich ohne viele Worte versteht. Jetzt kann man die Früchte der Jahrelangen BE- und ERziehungsarbeit ernten und ein schönes, gemeinsames Leben genießen.