Läufigkeit einer Hündin

Mit 6 bis 9 Lebensmonaten werden die meisten Kromi-Mädchen das erste Mal läufig. Dann befindet sich die junge Dame psychisch wie physisch mitten in der Pubertät. Trotzdem hat sie schon ungefähr ihre endgültige Körpergröße und somit auch ungefähr ihr normales "Erwachsenen"-Gewicht erreicht.

 

Viele Hündinnen verhalten sich bei ihrer ersten Läufigkeit noch irgendwie etwas verwirrt. Sie verstehen noch nicht so richtig, was da mit ihnen passiert. Cataleya fand es superklasse, dass ihr Kabou nun endlich mal wieder so richtig mit ihr "spielen" wollte. Aber die beiden hatten unterschiedliche Spiele im Sinn. Seine penetrante Aufdringlichkeit führte bald zu sehr deutlichem Abwehrverhalten seitens Cataleya.

 

Andere Hündinnen zeigen ihre Unsicherheit durch etwas zurückgezogeneres Verhalten oder eine hängende Rute, was bei Kromis in Bewegung ja nicht unbedingt der Normalzustand ist. Wieder andere weisen eine wachsende Aggressivität gegenüber anderen weiblichen Tieren auf.

 

Hormonell ist eine Hündin mit der ersten Läufigkeit bereits voll ausgereift. Sie kann theoretisch also schon trächtig werden. Praktisch sollte sie aber bitte noch Zeit bekommen, ihre Jugend unbeschwert zu genießen und auch "geistig" zu einer erwachsenen Hündin heranzureifen. Auch das Wachstum der Hündin ist nun abgeschlossen.

 

Die erste Läufigkeit muss nicht typisch ablaufen. Manchmal kommt es zu einer "weißen Hitze" oder einem Split-Östrus. Wenn dein Kromi-Mädchen auch mit einem Jahr noch nicht (offensichtlich) läufig war, muss das noch nichts bedeuten. Trotzdem solltest du das sicherheitshalber tierärztlich überprüfen lassen.


Weiße Hitze / Sille Läufigkeit: 

Es werden Follikel gebildet und es kommt auch zur Freisetzung der Eizellen. Aber die charakteristische Blutung bleibt aus. Dies sind häufig vom Halter unbemerkte Läufigkeiten, bei denen es schnell mal zu unerwünschtem Nachwuchs kommen kann. Es reicht also nicht aus, auf die Blutung und das heller werden des Ausflusses zu achten.

 

Eine weiße Hitze bemerkt man nur, wenn man seine Hündin genau beobachtet und auf ihr verändertes Verhalten anderen Hündinnen (evtl. aggressiver) und Rüden (bereitwilliges zu Schau tragen des Hinterteils, Rute beiseite nehmen und stehen bleiben [daher auch der Begriff "Stehtage"]). Dann muss man flink sein und die Hündin in "Sicherheit" bringen, bevor die beiden Kandidaten sich einig sind.

 

Split-Östrus:

Ein Split-Östrus ist eine "geteilte Läufigkeit". Dabei setzt die Läufigkeit völlig normal ein. Die Rüden werden vielleicht sogar schon geduldet, jedoch meist noch mit heftiger Abwehr. Und dann hört die Läufigkeit einfach auf. Von jetzt auf gleich.

 

Ein bis vier Wochen später setzt sie dann wieder ein und die Symptome werden voll ausgeprägt.

 

Dies kann nicht nur bei der ersten Läufigkeit, sondern auch bei Rudelhaltung ("ansteckende Läufigkeit") oder auch bei alten Hündinnen auftreten.


Im Normalfall bleiben die Länge der Zyklen und die Intervalle dazwischen das ganze Hundeleben lang gleich. Ändert sich hier etwas oder fällt eine Läufigkeit aus, ist vielleicht etwas nicht in Ordnung und du solltest mit deiner Hündin unbedingt zum Tierarzt gehen.