Was braucht mein Welpe eigentlich so?

Das war jedenfalls die Frage der Fragen, bevor mein erster Hund Kabou bei mir einzog. Deshalb habe ich die aus meiner Sicht wichtigsten Sachen zusammengetragen. Bei allem steht natürlich dies an oberster Stelle:

  • Liebe
  • viel Zeit
  • dauernde Aufmerksamkeit
  • unerschöpfliche Geduld
  • sehr viel Lob
  • aber auch konsequentes Handeln deinerseits - inklusive der Konsequenzen (letzteres vergessen leider viele!)

Generell lässt sich auch sagen, dass es für Ersthundebesitzer sicherlich nicht verkehrt ist, das eine oder andere gute Buch zu lesen. Auch ich verfüge da über eine gewisse Auswahl. Wenn du mich besuchst, darfst du da gerne mal durchstöbern.

  • Körbchen, möglichst mit breitem, stabilem Rand, damit der Kromi das Köpfchen erhöht ablegen kann. Das lieben wirklich alle Kromis. Das Körbchen sollte so groß sein, dass dein ausgewachsener Kromi auch lang ausgestreckt darin liegen kann.
  • Futter- und Wassernapf (rutschfest und kippsicher)
  • Futter (bitte komplett Getreide- und Zucker-frei und ohne Geflügel! - Details im geschlossenen Bereich)
  • weiche, ganz kleine Leckerli (bitte auch ohne Getreide, ohne Zucker und ohne Geflügel!) fürs Training ab dem ersten Tag
  • ggf. einen Clicker
  • etwas Spielzeug (bis die Beißhemmung sitzt, bitte keine quietschenden Spielis!)
  • Kau-Spielzeug und -Snacks (nicht nur) für Zahnwechsel, damit die Möbel und Schuhe ganz bleiben
  • Lege dich Zuhause mal in jeden Raum auf den Fußboden und sieh dir deine Welt aus Welpensicht an:
    • Gibt es Kabel, die ein Welpe interessant finden und anknabbern könnte?
    • Steckdosen?
    • Liegen Dinge in seiner Reichweite, die dir lieb und teuer sind?
    • Kann er sich an irgend etwas verletzen?
    • Was ist mit (für Hunde giftigen) Pflanzen
    • Steile Treppen?
    • Teure Teppiche?
    • ...  

Beseitige oder sichere solche Stellen rechtzeitig.

  • Überlege dir, ob es Tabu-Zonen für deinen Palaneri geben soll.
    • Gibt es Bereiche, die dein Kromi nicht betreten soll?
    • Zum Beispiel das Badezimmer?
    • Oder die Speisekammer?
    • Oder die Kinderzimmer?
    • Sofa?
    • Bett?
    • ...

Es ist sinnvoll, diese vom ersten Tag an durchzusetzen. Sprich dies mit allen Mitbewohnern ab. Ihr solltet alle die gleichen Regeln beachten und durchsetzen, um den Hund nicht zu verwirren. Zu den Tabu-Zonen erzähle ich dir im geschlossenen Bereich des Palaneri-Eltern-Forums noch mehr.


  • Halsband
  • Geschirr
  • Führleine (keine Flexi-Leine!)
  • Schleppleine (Die wirst du noch nicht gleich benötigen. - Ich empfehle eine Biothane-Leine, 5 m lang. Biothane hat die Vorteile, dass es nicht fest verknotet, sich nicht mit Wasser vollsaugt und dadurch auch nicht noch schwerer wird, leicht abwischbar ist. Nimm die Ausführung mit der schmalsten Breite und flachsten Dicke sowie mit den kleinsten Karabinern, die du bekommen kannst; umso leichter ist sie für deinen Kromi und dich.)
  • Leuchtie für die dunkle Jahreszeit: Für die meisten ausgewachsenen Kromis reicht die 35cm-Ausführung. Da Kromis nicht so arg ausgeprägte Fellmonster sind, reicht das Leuchte Plus. Das zusätzlich Geld für Premium brauchst du nicht auszugeben. 
  • Taschenlampe oder Stirnlampe, damit du die Häufchen auch im Dunkeln findest und beseitigen kannst
  • Kotbeutel
  • (Transport-)Box
  • Schondecke für dein Auto?
  • Lappen, falls ein kleines oder größeres Unglück passiert
  • ggf. Desinfektionsmittel aus gleichem Grund    

  • Pipi-Runden nach jedem Schlaf, Spiel und Fressen - anfangs spätestens alle 2 Stunden, wenn der Welpe wach ist 
  • Die Pflege beginnt mit täglich mehrfachem, aufmerksamem Streicheln und Durchkraulen. 
    • Dadurch bemerkst du am ehesten, ob sich dein Kromi eine Zecke, Kletten oder etwas Anderes eingefangen hat. Streichle deinen Kromi daher bitte mindestens einmal täglich wirklich aufmerksam und bewusst am ganzen Körper.
    • Außerdem fördert dies eure Beziehung und eure Bindung.
    • Dein Kromi sollte von Anfang an lernen, dass du ihn überall anfassen darfst. Jaa, ich meine wirklich überall! Auch an den "delikaten" Stellen. Und am Auge. Und am und im Ohr. Und die Zähne. Dafür die Schnüss auch mal länger offen halten. Und die Rute. Und die Pfoten. Zwischen den Ballen. ...
  • Wenn "Augenpopel" vorhanden sind, entfernst du sie einfach mit einem fusselfreien, feuchten (lauwarm), weichen Tuch.
  • Für die Fellpflege reicht am Anfang ein weicher Gummi-Striegel. Der massiert angenehm die Haut und macht die Fellpflege von Beginn an zu einem Genuss für den kleinen Kromi.
  • Später wird dann zumindest noch ein Kamm für den Bart benötigt. Je mehr Bart, desto häufiger kämmen, damit er nicht verfilzt und verknotet. Beim Trinken, Fressen, Schnüffeln etc. verklebt und verwirrt sich dieser sehr leicht. Meine Kromis und ich haben uns angewöhnt, dass dies zu seinem Morgenritual gehört. Jeden Morgen, wenn Frauchen im Bad fertig ist, wird der Kromi-Bart gekämmt.
  • Flohkamm
  • Was du sonst noch zur Fellpflege benötigst, wird sich erst im Laufe der Zeit herausstellen, wenn du weißt, wie lang das Fell deines Kromis wirklich geworden ist und welche Struktur es hat. Das können wir dann gern persönlich, telefonisch oder im geschlossenen Bereich des Palaneri-Eltern-Forums besprechen.
  • Zeckenheber
  • Krallenschneider
  • ein Erste-Hilfe-Set für Hunde
  • (alte) Tücher in Haustürnähe zum Pfoten abwischen etc., wenn der Kromi trotz seines selbstreinigenden Fells mal schmutzig nach Hause kommen sollte.
  • Für den Fall, dass sich euer Schatz mal in was ganz Leckerem gewälzt hat, solltet ihr ein mildes Hunde-Shampoo, Handtücher und ggf. einen Hunde-Bademantel bereit halten. 
    • Mein Tipp: Übt das Baden und Duschen während der Welpen-/Junghundzeit mehrfach, auch wenn es nicht notwendig sein sollte. Dann natürlich ohne Shampoo, aber mit Spiel, schöner Massage und dem Abspülen.
      Ich habe das mit Kabou leider nicht geübt. Er ist zwar nicht wirklich wasserscheu, aber bis heute bekommt er fast einen Herzinfarkt, wenn er tatsächlich mal baden oder duschen muss.
  • Küchenrolle und evtl. Desinfektionsmittel, falls mit der Stubenreinheit doch noch mal etwas schiefgeht.

  • einen Hundehalter mit Sachkundenachweis (Hundeführerschein!)
    Sofern du nicht schon seit Jahren einen Hund problemlos führst, erwarte ich bis zur Welpenvergabe (Zusage meinerseits) zumindest den Nachweis der bestandenen theoretischen Prüfung.
  • Wenn du nicht mit deinem Kromi alleine lebst, sollten alle Mitbewohner die gleichen Spielregeln kennen und befolgen. Außerdem sollte für die gleiche Aufgabe von allen der gleiche Befehl (Handzeichen & Wort) genutzt werden. Alles andere verwirrt deinen Kromi nur. Denke dir vor der Abholung schon mal die wichtigsten Befehlsworte aus, damit du nicht erst überlegen musst, wenn du sie brauchst. Vielleicht kennt dein Palaneri, wenn du ihn zu dir holst, von mir schon:
    • Pipi
    • Häufchen
    • äh-äh
    • nein
    • aus
    • sit
    • go
    • down
    • kscht (Zischlaut)

Frage mich einfach bei der Abholung, was dein Süßer schon kennengelernt hat. Du kannst aber alles noch umbenennen. Lies dazu bitte auch hier weiter. Dann verstehst du sicher, warum es lohnt sich, rechtzeitig den einen oder anderen Gedanken daran zu verschwenden.

  • Alles gemeinsam erkunden! Lasse deinen Kromi nicht allein in einer ihm unbekannten Situation oder vor neuen Gegenständen. Und bedenke dabei: Am Anfang ist ihm eigentlich alles fremd! Von deinem Auto bis hin zum Zaunpfahl vor deinem Haus.
  • Zeige deinem Kromi vom ersten Tag an, dass - was auch immer passiert - er von dir beschützt wird. Vor allem wenn er zwischen deinen Beinen hockt.
  • viele Sozialisierungsspaziergänge und –besuche
  • ausschließlich gut kontrollierte Hundebegegnungen mit allen Rassen, Größen und Farben
  • keine wilden Raufereien
  • Lass nicht zu, dass dein Kromi überrannt wird! Beschütze ihn!
  • Lass nicht zu, dass dein Kromi vor anderen Hunden flüchten muss! Beschütze ihn!
  • 100e bis 1.000e Wiederholungen an verschiedenen Plätzen bei Grundgehorsam, Unterordnungsübungen, Tricks und so etwas
  • und ...

  • für den Welpenkurs sowie die späteren Junghundestunden, weitere Erziehungskurse, Beschäftigungskurse, Hundesport, Hundeführerschein,...
  • Die nächstgelegene oder günstigste Hundeschule muss nicht unbedingt die beste Hundeschule für dich und deinen Kromi sein.
  • Im besten Fall hat die Hundeschule bereits Erfahrung mit unseren doch recht sensiblen aber trotzdem ständig alles hinterfragenden Kromis.
  • Mache dich frühzeitig auf die Suche, bevor du deinen Welpen nach Hause holst.
  • Offene Welpengruppen (mit Welpen von 8 - 16 Lebenswochen in der gleichen Gruppe) sind mit Vorsicht zu genießen: Diese funktionieren nur, wenn
    • dass Welpen-Trainer-Verhältnis stimmig ist,
    • der Trainer sehr kompetent und aufmerksam ist,
    • genau weiß, wie weit das jeweilige Mensch-Hund-Team ist,
    • und dafür sorgt, dass die ganz Jungen vor den Älteren ggf. geschützt werden können, damit sie weder überrannt noch gemobbt werden.
  • Schaue dir mehrere Hundeschulen und Welpenkurse /-gruppen an.

Grundsätzliches

  • Wie ist die Hundeschule aufgestellt?
    • Ist der Inhaber der einzige Trainer?
    • Was passiert, wenn der Trainer ausfällt? Gibt es eine Vertretung? Oder fällt die Stunde aus? Werden ausgefallene Stunden nachgeholt? Wenn ja, in welchem Zeitraum?
    • Hundetrainer ist kein geschützter Beruf und erfordert auch keine staatlich anerkannte Ausbildung. Welche Ausbildung hat der (haben die) Trainer? Kennt er mehrere Ausbildungsmethoden und kann er sie plausibel erklären? Bildet er sich fort?
  • Wirst du nach der Hunderasse gefragt? Wird eine Meinung zu der Rasse geäußert? (positiv, negativ, neutral)
  • Wie sieht der Hundeplatz aus?
    • Ist der Hundeplatz eingezäunt, sauber und gepflegt?
    • Sind die Geräte gut in Schuss und sicher?
    • Stehen Näpfe mit frischem Wasser bereit?
    • Gibt es Mülleimer? (z. B. für Kotbeutel)
  • Wie findest du die Homepage der Hundeschule? Gut strukturiert? Chaotisch? Albern? Informativ?
  • Nicht jede Hundeschule bietet jederzeit Welpenkurse an. Passen die Kursstarts zum Einzug deines Welpen? Vielleicht kannst du sogar Einfluss auf den Startpunkt eines neuen Welpenkurses nehmen, wenn du dich früh genug meldest?
  • Wie hat der Trainer auf deine Frage, ob du dir die Welpenstunde anschauen darfst, reagiert?
  • Wie wirkt der Trainer auf dich? Empathisch, freundlich, aufmerksam, interessiert, hört er dir richtig zu?

Inhalte des Welpenkurses

  • Wie viele Trainingseinheiten beinhaltet der Welpenkurs?
  • Gehören Einzeltrainings dazu?
    Ist vielleicht für dich gar nicht erforderlich. Musst du aber wegen der Vergleichbarkeit verschiedener Angebote wissen. Kannst du bei Bedarf Einzelstunden dazu buchen?
  • Dürfen Partner und Kinder ebenfalls zum Training mitkommen?
  • Welche thematischen Inhalte sind dir bei einem Welpenkurs wichtig? Sind diese bei dem Welpenkurs vorgesehen? Meines Erachtens sollte eine Welpenschule nicht nur Wert auf ERziehungsarbeit (also das schlichte Ausführen von Befehlen) legen, sondern vor allem auf die BEziehungsarbeit (zwischen Hund und Halter) - zum Beispiel:
    • Orientierung am Menschen
    • Vertrauensbildung
    • Aufmerksamkeit bekommen & halten
    • Deckentraining / Platzzuweisung
    • Impulskontrolle
    • Home / Safe / dahinter (dem Hund jederzeit Schutz bieten können)
    • fremde, freilaufende Hunde abwehren / wegschicken
    • Leinenführigkeit
    • Tierarzttraining
    • Kennenlernen verschiedener Untergründe
      • verschiedene Bodenbeläge, z. B. auch Gitter
      • wackelige Untergründe
      • Schrägen
      • ...
    • Abruf
    • Nein
    • Aus
    • Sitz
    • Platz
  • Stehen (spätestens im 2. Kurs) auch Sozialisierungs-Spaziergänge und Ausflüge in Alltagsumgebungen auf dem Plan? zum Beispiel:
    • Bahnhof
    • Einkaufszentren
    • Baumarkt
    • Fußgängerzone
    • Bushaltestelle, während Bus ankommt und Leute ein- und aussteigen
    • Kindergarten / Schule während Pausenzeiten
  • Wie ist das Verhältnis von Anzahl der Welpen zu Anzahl der Trainer auf dem Platz? (nicht mehr als 4 Welpen pro Trainer!)
  • Wie lang ist eine Trainingseinheit und wie ist sie strukturiert?
    • Welpen können sich noch nicht lange auf etwa konzentrieren. Kurze Trainingsintervalle, dafür aber vielleicht mehrere Intervalle mit Pausen für die Welpen sind sinnvoll.
    • Gehört zu jeder Trainingseinheit eine Frage-Antwort-Runde, in der sich Zeit genommen wird für Fragen/Unsicherheiten aus dem Alltag?
      In der Zeit lernt der Welpe übrigens auch etwas: Trotz Anwesenheit anderer Menschen und Hunde Ruhe zu bewahren. Achten die Trainer auch darauf?

Vorab-Besuch einer Welpenstunde

  • Sieh vorab bei Trainingsstunden zu. Sei rechtzeitig, am besten schon vor den Teilnehmern, vor Ort, damit der Trainer die Chance hat, in Ruhe mit dir zu sprechen.
  • Wie wirst du begrüßt?
  • Wie reagieren die Hunde, wenn sie auf den Hundeplatz kommen?
    • Freudig?
    • Eingeschüchtert?
    • Ängstlich?
      (Bitte berücksichtige dabei, ob es vielleicht der erste Besuch des Welpens auf dem Platz ist.)
    • Wie werden die Menschen und Hunde begrüßt?
  • Wie wird die Stunde begonnen? Schön wäre es, wenn vorab erfragt wird,
    • wie die Zeit mit dem Welpen seit der letzten Trainingseinheit war?
    • wie die Trainingsinhalte der letzten Stunde im Alltag weiter geübt und umgesetzt werden konnten?
    • ob Probleme oder Fragen aufgetaucht sind? Werden diese ggf. hinterfragt? Werden Lösungsvorschläge oder Alternativen aufgezeigt?
  • Wie wird mit den Welpen und den Besitzern umgegangen?
    • Respekt- und verständnisvoll?
    • Herrscht ein Kasernenhofton?
    • Wird auf dem Hundeplatz „gebrüllt“?
    • Wie sieht es mit positiver Motivation von Mensch und Hund aus?
    • Haben alle Spaß an der Arbeit (sowohl Trainer als auch Mensch-Hund-Teams)?
    • Wird gemeinsam gescherzt und gelacht?
  • Wird der Sinn und Zweck einer Übung erklärt? Das erschließt sich vielleicht nicht bei jedem Trainingsschritt von selbst.
  • Wird eine Übung nicht nur erklärt, sondern auch angeleitet?
  • Wird das Training so gestaltet, dass der Welpe (und sein Mensch) Erfolg hat und sein Verhalten positiv bestärkt werden kann?
    • kleinschrittig
    • Finden von individuellen, alternativen Trainingsansätzen, wenn die eine Methode nicht zum gewünschten Erfolg führt
    • Wird auf die Körpersprache der Menschen geachtet?
    • Werden die Menschen erinnert, den Hund zu loben und zu motivieren?
  • Wird unterstützt oder korrigiert, wenn etwas nicht klappt? Wenn ja, wie?
    • Höflichkeit
    • Verständlichkeit
    • Geduld
    • simples Wiederholen des zuvor Erklärten oder werden neue, individuelle Ansätze gesucht
    • hektisch oder in Ruhe
  • Bemerken die Trainer es überhaupt eigenständig, wenn ein Mensch-Hund-Team etwas nicht richtig macht oder nicht so richtig zurecht kommt?
  • Wird auf das richtige Timing beim Loben / Belohnen geachtet, damit nichts Unerwünschtes verstärkt wird,…?)
  • Wird mit den Besitzern erarbeitet, wie der jeweilige Hund belohnt werden kann? Nicht für jeden Hund ist alles eine "echte" Belohnung - zum Beispiel:
    • Leckerli
    • Super-Leckerli
    • Spielzeug
    • Spiel mit Halter
    • Schnüffeln
    • Streicheln
    • Kraulen
  • Hat der Trainer genug Zeit und Möglichkeiten auf jedes Mensch-Hund-Team individuell einzugehen?
  • Wie wird damit umgegangen, wenn ein Welpe mal "überdreht" ist?
  • Wie wirst du verabschiedet?
    • Wirst du überhaupt verabschiedet?
    • Hat der Trainer nach der Trainingseinheit noch Zeit, weitere Fragen von dir zu beantworten?
    • Geht er von sich aus auf bestimmte Situationen der Stunde ein?
    • Fragt er dich, wie es dir gefallen hat?
  • Stimmt die Chemie zwischen dir und dem Trainer?
  • Befrage Teilnehmer des Welpenkurses nach ihrer Meinung.
    • am besten außerhalb des Trainingsgeländes, wenn kein Trainer in der Nähe ist
    • Können sie den Welpenkurs empfehlen? Würden sie ihn selber erneut buchen, wenn sie wieder einen Welpen haben?
    • Verstehen sie alle Erklärungen des Trainers? Gelingt die Umsetzung? 
    • Was gefällt ihnen besonders?
    • Was fehlt ihnen? Was würden sie sich noch wünschen?
    • Was gefällt ihnen nicht so?

Welpen-Spiele

Manche Hundeschulen bieten bewusst keine Spieleinheiten während der Welpenerziehungskurse an. Die Begründung lautet dann meistens, dass die Hunde nicht verstehen würden, warum sie mal beim Training spielen dürften und im nächsten Moment nicht mehr.


Ich sehe das zwar anders, kann aber akzeptieren, dass manche Trainer diesen Standpunkt vertreten. Dann sollte aber auf jeden Fall eine gesonderte und kontrollierte Spiel- oder Freilauf-Gruppe für Welpen angeboten werden, damit dein Kromi den richtigen Umgang mit anderen Hunden lernt. Mindestens genauso wichtig ist es jedoch, dass auch du lernst,

  • wie hündisches Spielverhalten aussieht,
  • wann die Stimmung zu kippen droht,
  • wie du deinem Kromi helfen kannst und
  • wann und wie du ihm oder den anderen Hunden Grenzen aufzeigen musst.

Dabei solltest du auf Folgendes achten:

  • Werden die Welpen während der Spieleinheiten sich selbst überlassen, oder wird seitens der Trainer eingegriffen?
  • Erklären die Trainer, wann und wieso eingegriffen wurde und wie die Besitzer dies im Alltag umsetzen sollen?
  • Üben die Halter dieses Eingreifen auch selber?
  • Wird der Abruf aus dem Spiel geübt?
  • Wie wird die Spieleinheit beendet?

Ich finde es Fragwürdig, wenn...

  • das Thema „Dominanz“ allgegenwärtig ist.
  • mit „Strafe“ statt mit positiver Bestärkung gearbeitet wird.
  • „Schema F“ angewendet wird.
  • ein Verhalten mit der (Veranlagung einer) Rasse begründet wird.
  • es heißt, dass der Hund ohne Lob (also rein aus Liebe zu dir) gehorchen muss.
  • ein Trainer eine eigene Trainingsmethode entwickelt hat.
  • Methoden angewendet werden, die beim Hund Angst, Wut oder Schmerzen o. Ä. verursachen
  • ich im Welpenkurs Gewalt irgendeiner Art erkenne: Wo Gewalt anfängt, hört Wissen auf! 
    • Anschreien
    • Leinenruck
    • Rütteldosen, Wasserflaschen o. Ä.
    • Unterwerfung
    • Alpha-Dominanz
    • Schnauzengriff
    • Nackenfellschütteln
    • Rudelausschluss / Vereinsamung durch Anbinden o. Ä.
    • Würgehalsband
    • Stromreize
    • Schläge
    • Manches davon mag beim erwachsenen Hund, der Problemverhalten zeigt, vielleicht sinnvoll sein, aber bei der Welpenerziehung hat nichts dergleichen Anwendung zu finden!

Gerne unterstütze ich dich - soweit es mir möglich ist - bei der Auswahl einer geeigneten Hundeschule.


Ein guter, verständnisvoller, einfühlsamer und lieber Tierarzt, ist nicht immer leicht zu finden. Frage Freunde, andere Hundehalter, den Trainer,... Jedenfalls solltest du bereits einen Tierarzt kennen, denn bald nach dem Einzug deines Kromis bei dir steht schon die nächste Impfung an.

 

Am besten gehst du mit deinem Kromi vor dem eigentlichen Impftermin schon mal den Tierarzt besuchen, deinen Kromi vorstellen, den Behandlungstisch und die Gerüche kennenlernen, ..., bevor der böse Piekser kommt. Damit lernt dein kleiner Liebling, dass nicht jedes Mal etwas Doofes passiert, wenn man zum Tierarzt geht.

 

Empfehlenswert sind auch nach der Erst-Impfung sporadische Tierarztbesuche „ohne eigentlichen Grund“. Ein wirklich netter Tierarzt wird sich für solche Besuche immer etwas Zeit nehmen.

 

PS: Halte bei jedem Tieraztbesuch besonders tolle Leckerli bereit, die es sonst nicht unbedingt gibt!

 

Für Zuhause und unterwegs solltest du ein hundegeeignetes Erste-Hilfe-Set besitzen. Was alles vorhanden sein sollte, erfährst du im geschlossenen Bereich des Palaneri-Eltern-Forums.


  • eine Steuermarke (Anmeldung bei der Gemeinde/Stadt)
  • eine Hundehalter-Haftpflichtversicherung
  • Registrierung bei deiner Gemeinde (Hunderegister)
  • eventuell eine Hunde-Krankenversicherung?
  • Registrierung bei Tasso
  • Spätestens, wenn dein Welpe kein Welpe mehr sondern 1-jährig ist, muss die Hundeführerschein-Praxis-Prüfung abgelegt sein.
    Die Theorieprüfung solltest du schon bestanden haben, bevor du deinen Kromi abholst.