Palaneri-Aufzucht

in der 2. Lebenswoche

Von der Geburt an läuft - wie vorher auch - immer mal wieder der Fernseher, das Radio oder eine CD. Außerdem lernen die kleinen Kromis von Anfang an den Staubsauger, den Besen und den Wischmop kennen, denn diese Dinger befinden sich zur Welpenzeit ja sowieso nahezu im Dauerbetrieb. Waschmaschine, Kaffeemaschine, Geschirrspüler, Türklingel, Telefon, Fön, Mixer,... All diese Geräusche lernen die Kleinen bereits jetzt kennen. Naja, zumindest dann, wenn sich Augen und Ohren geöffnet haben, also ab dem 10. - 16. Lebenstag.

 

Zur Förderung ihres Gleichgewichtssinns, wiege ich die Welpen täglich einzeln leicht in meiner Hand hin und her.

 

Nun beginne ich außerdem solche CDs abzuspielen, die die Lütten an bestimmte, manchmal Angst oder Stress auslösende Geräusche gewöhnen sollen, die in meinem Haushalt nicht an der Tagesordnung sind, wie z. B. Schüsse, Flugzeuge, Beifall, Motorsäge, Sirene, Fehlzündungen, Feuerwerk,... Die CDs laufen zunächst sehr leise und sehr kurz; zu Beginn nicht länger als eine Minute am Tag. Im Laufe ihres Heranwachsens steigen sowohl die Lautstärke als auch die Abspieldauer langsam an.

 

Während der Welpen-Schlafphasen stelle ich einen Diffusor an, der leichten Lavendelgeruch verbreitet. Ich verspreche mir davon eine sogenannte konditionierte Entspannung, indem die Welpen diesen Geruch mit ihrer Ruhephase verbinden. Die konditionierte Entspannung soll es den zukünftigen Besitzern der Palaneris erleichtern, ihrem Kromi eventuellen Stress zu nehmen und ihn wieder besser ansprechbar zu machen.

 

Ich halte nicht viel von der Idee, die Welpen bis zu ihrer vollendeten 4. Lebenswoche mehr oder weniger isoliert von anderen Menschen aufwachsen zu lassen - vor allem weil ich mit meinen Kromis alleine lebe. Ich befürchte einfach, dass ich zu viel Zeit der wichtigen Sozialisierungsphase verstreichen lasse, ohne die Süßen an so viele verschiedene Menschen wie möglich gewöhnt zu haben.

 

Zunächst kuscheln die Kleinen fast rund um die Uhr miteinander, später wird gemeinsam gespielt, getobt und gebalgt. Da müssen wir Menschen uns schon ziemlich ranhalten, um uns als wichtigster Bezugspunkt im Leben unserer Hunde etablieren. Namhafte Trainer empfehlen mindestens 100 verschiedene Menschenkontakte in den ersten 12 Lebenswochen. Das wird schwierig, wenn ich Besuche erst ab der 5. Lebenswoche oder später zulasse.

 

Andererseits darf man jedoch nicht außer Acht lassen, wie empfindlich die kleinen Welpen sind. Sie haben noch kein intaktes Immunsystem und sind äußerst anfällig für Infektionen und Krankheiten aller Art, die in diesem zarten Alter meist sehr schnell zum Tod der Welpen führen. Erst nach der 16. Lebenswoche, wenn die erste Etappe der Grundimmunisierung (Impfungen) abgeschlossen ist, bilden sie ausreichende, eigene Abwehrkräfte aus.

 

Daher muss und will ich bei jedem Besucher der Palaneri-Welpen gesteigerten Wert auf Hygiene legen, um eventuelle Infektionen zu meiden. Selbstverständlich sollte sein, dass uns niemand, der auch nur das geringste Anzeichen einer Krankheit, Infektion,... zeigt, besuchen kommt. Kuriere dich bitte erst komplett aus, und komm uns lieber zu einem späteren Zeitpunkt vorbei.

 

Du willst doch sicher nicht für die Erkrankung, Fehlentwicklung oder gar den Tod eines Palaneris verantwortlich sein, oder? Oder für eine mit Fieber flachliegende Züchterin, die sich dann nicht mehr um die Lütten kümmern kann?

 

Ich empfange trotz des Risikos von der ersten Lebenswoche an Welpen-Besuch, auch wenn die Palaneri-Welpen noch viel Besuchszeit verschlafen werden. Zu Beginn beschränke ich den Besuch jedoch auf maximal Zweiergruppen aus meiner Familie und meinem Freundeskreis oder auf Interessenten, die meine Hündin schon sehr oft getroffen hat. Also auf Menschen, die meine Hündin bereits gut kennt, damit sie nicht beunruhigt ist oder nervös wird.

 

Aufgeregte Kleinkinder oder andere Hunde sind zu diesem Zeitpunkt noch nicht erwünscht. Auch werden die Besuche zunächst nur kurz und sehr entspannt gehalten. Durch diese Begrenzung der Besuche halte ich den Stresspegel der Mutterhündin so niedrig wie möglich.

 

In dieser Woche steht übrigens auch schon die erste Wurmkur der Palaneris auf dem Programm.


Du möchtest wissen, wann es Palaneri-Welpen gibt? Schau doch einfach bei meiner Wurfplanung nach.