Palaneri-Aufzucht

in der 5. Lebenswoche

Die Welpen befinden sich in ihrer sensiblen Phase. Nun dürfen sich auch andere Hunde den Palaneri-Nachwuchs anschauen. Große, kleine, weiße, schwarze, bunte, ruhige, wilde, desinteressierte,... Fast alle gesunde, gut sozialisierte Hunde sind herzlich willkommen: Hunde, die einfach nur mit den Welpen spielen wollen, aber auch Nanny-Hunde, die den Lütten (freundlich und hündisch) bei Bedarf mal angemessene Grenzen aufzeigen. Die kleinen Palaneris sollen so viele positive Erfahrungen mit Hunden aller Rassen und Größen erleben, wie es nur geht. Aber sie dürfen es ruhig auch schon mal von anderen Hunden nett gesagt bekommen, wenn sie es übertreiben.

 

Ich versuche während der Aufzucht bei mir auch eine an Hunde gewöhnte Katze einzuladen. Vielleicht ein Kaninchen oder Meerschweinchen? Und... und... und... In den kommenden Wochen ist hier also ständig etwas los! Vermutlich gibt es keinen Tag mehr ohne Besucher.

 

Selbstverständlich müssen Besuchshunde (und auch andere Tiere) komplett durchgeimpft und nachweislich frei von Würmen und anderen Parasiten sein. Ohne entsprechenden tierärztlichen Nachweis lasse ich andere (Haus-) Tiere wie bereits während der Trächtigkeit auch in der Aufzuchtphase nicht auf meinen Grund und Boden; geschweige denn ins Haus. An meinen "Einlass-Bestimmungen" ändert sich also nichts.

 

Vom Menschenbesuch wird auch immer mehr gefordert: Reichte es mir anfangs, wenn die Besucher mit großen Augen staunend vor der Wurfkiste standen oder mit den Lütten kuschelten, ist nun Interaktion gefragt:

 

Füttern, überall anfassen, spielen, toben, aber auch mal das Spiel abbrechen, wenn die Frechdachse ihre spitzen Zähnchen oder Krallen zu heftig einsetzen. Am Hosenbein oder Ärmel herum kauen ist auch nicht erlaubt, da wird der Schlawiner einfach mal zur Seite geschoben. So lernen die Palaneri-Welpen gleich die richtigen Menschen-Regeln; und dass diese nicht nur bei mir - bei der Züchtermama - gelten.

 

Die Lütten sollen jetzt schon mal lernen, dass es viel toller ist, allein bei Menschen zu sein, als immer mit den ganzen Geschwistern. So darf der Besuch mit einem einzelnen Welpen gern einmal außer Sichtweite der anderen gehen und eine kleine Runde intensiv spielen. Der kleine Kromi soll begreifen, dass immer genau das Spielzeug am tollsten ist, an dessen Ende gerade ein Mensch hängt.

 

Schließlich wollen, sollen und müssen wir ja stets spannender für ihn sein, als andere Vierbeiner. (Warum sollte sich dein Hund sonst später dafür entscheiden, zu dir zurückzukommen, wenn er doch auch mit anderen Hunden toben könnte?) Dafür eignet sich besonders ein kleines, liebevolles Zerrspiel (äußerst vorsichtig wegen der Milchzähne!), weil er dabei auch noch den Menschen direkt vor Augen hat. So lernt der Süße, dass es mit angenehmen Erlebnissen verbunden ist, von den anderen getrennt zu sein und er merkt, dass er viel mehr Aufmerksamkeit erfährt, wenn er mit einem Menschen alleine unterwegs ist.

 

Zukünftige Palaneri-Eltern können, wenn sie es möchten, die Box für ihren Palaneri bereits mitbringen und bei mir aufstellen. Das hat nicht nur den Vorteil, dass der Kleene diese bereits kennenlernt. Wenn es passt, werde ich auch schon mal die Tür kurzzeitig hinter den Welpen schließen. Da höchstwahrscheinlich alle anwesenden Hunde die Box benutzen werden, nimmt sie den dem Welpen bekannten Geruch an, sodass ihm dies im neuen Zuhause ein heimeliges Gefühl vermittelt. Das dürfte die erste Nacht nach dem Umzug deutlich erleichtern.


Du möchtest wissen, wann es Palaneri-Welpen gibt? Schau doch einfach bei meiner Wurfplanung nach.