„Spielregeln“

für den Palaneri-Welpen-Besuch

Hygiene

  1. Du und alle deine Begleiter dürfen keinerlei akuten Erkrankungen, Infektionen o. Ä. haben.
    Bemerke ich, dass du verschnupft bist oder so, schicke ich dich sofort an der Haustür wieder nach Hause. Wesentlich lieber ist es mir aber, wenn du vorher offen damit umgehst und deinen Besuch - auch wenn es schwer fällt - von dir aus verschiebst.
  2. Du musst deine Straßenschuhe direkt an der Haustür ausziehen. Wenn du magst, bringe dir also ein paar dicke Socken für drinnen und ggf. saubere Latschen für den Garten mit.
  3. Auch wenn du mich vielleicht unhöflich findest: Direkt nach dem Schuhe-Ausziehen schicke ich dich ins Bad. Wasche dir gründlich die Hände und desinfiziere sie. Eine entsprechende Desinfektionslösung steht dafür bereit.
  4. Bitte trage absolut saubere, frisch gewaschene Kleidung. Am liebsten ist es mir sogar, wenn du deine Kleidung erst bei mir wechselst.
  5. Dass auch du frisch geduscht sein solltest, betrachte ich als selbstverständlich.
  6. Bitte benutze kein Parfüm, Deodorant oder Ähnliches. Bedenke den besonders ausgeprägten Geruchssinn der Hunde. Ein "künstlicher" Geruch kann für die Welpen irritierend oder sogar abschreckend wirken.
  7. Du darfst nicht gerade vom Hundeplatz, anderen Züchtern, Ausstellungen oder Ähnlichem kommen. Die Gefahr, dass du von dort viele, für die Welpen gefährliche Keime, Viren und Bakterien einschleppst, ist viel zu groß.

Verhalten

  1. Nimm zunächst keinen Kontakt zur Mutterhündin auf. Warte ihre Reaktion auf deinen Besuch ab, auch wenn ihr euch vorher bereits kennengelernt habt. Oftmals reagieren Mutterhündinnen in der Aufzuchtphase anders (empfindlicher und emotionaler) als gewöhnlich.
    Schaue sie nicht direkt an (Augenkontakt kann von Hunden als Bedrohung aufgefasst werden.) und berühre sie nicht gleich.
    Warte darauf, dass sie von sich aus Kontakt zu dir aufnimmt.
  2. Welpenkontakt ist erst möglich, wenn die Mutterhündin ruhig und (relativ) entspannt ist. Vielleicht trinken wir erst mal in Ruhe einen Kaffee oder so.
  3. Bleibe ruhig, auch wenn du vielleicht aufgeregt bist. Je unruhiger du bist, desto unruhiger ist auch die Mutterhündin. Umso schwieriger und stressiger wird es für sie, deine Kontaktaufnahme mit ihren Welpen zuzulassen.
  4. Bist du laut, hektisch und aufgeregt, werden sich schüchterne Welpen sofort verkriechen. Die Draufgänger unter den Welpen fühlen sich vermutlich animiert, dein Verhalten zu spiegeln und ebenso wild zu reagieren. Dann dauert es nicht lang, bis der Welpe vielleicht hochspringt, schnappt, kratzt und kleine Kinder eventuell sogar zu Fall bringt. Das alles macht er dann nicht aus Bosheit, sondern einfach weil der Lütte noch nicht weiß, wie er sich richtig zu verhalten hat.
  5. Umgedreht achte ich (hoffentlich mit deiner Unterstützung) darauf, dass die Welpen nicht von sich aus zu wild und stürmisch werden.
  6. Gerne kannst du dich zu den Welpen auf den Fußboden setzen. Die Welpen werden dann sicher ganz schnell zu dir kommen.
  7. Unsere Finger gehören keinesfalls ins Mäulchen der Welpen, auch wenn sie noch so süß daran nuckeln würden. Die Übertragung gefährlicher Keime, Bakterien und Viren ist zu groß!
  8. Gerne zeige ich dir, wie man Welpen richtig und sicher hochhebt.
  9. Die Wurfbox ist der sichere Rückzugsort für die Palaneri's. Welpen, die sich dort aufhalten, haben uneingeschränkt ihre Ruhe vor uns Menschen. Bitte achte darauf, dass du weder den Lütten noch der Mutterhündin den Zugang versperrst.
  10. Schlafende Welpen/Hunde dürfen weder gestört oder noch geweckt werden

Kinder

Liebe Mama!

Lieber Papa!

 

Gerade Kinder sind häufig besonders aufgeregt, wenn sie Welpen besuchen. Daher bitte ich dich, auch dein Kind entsprechend auf euren Besuch bei uns vorzubereiten. Erfahrungsgemäß halten sich Kinder gut an die Besuchs-Regeln, wenn sie ihnen verständlich erläutert und begründet wurden.

 

Für Kinderbesuch ist zusätzlich zu den anderen Regeln auch dies noch wichtig:

  • Wird es deinem Kind zu viel mit den Welpen, soll es nicht (schreiend oder weinend) weglaufen. Das animiert die Hunde hinterher zu rasen, zu kläffen und womöglich zu schnappen. Dein Kind sollte aufstehen, sich langsam und ruhig wegbewegen, sich irgendwo abseits der Welpen hinstellen oder setzen und dabei nicht mit den Armen oder Beinen „herumfuchteln“. Dann verlieren die Welpen schnell das Interesse und wenden sich anderen Menschen, Hunden oder Dingen zu.
  • Erkläre deinem Kind, dass die Welpen noch sehr zart und verletzlich sind. Sie dürfen nur sanft berührt und gestreichelt werden.
  • Kinder sollten Welpen erst dann eigenständig auf den Arm nehmen, wenn sie ein gewisses Alter und eine gewisse Reife erreicht haben und wissen, wie man dies korrekt macht. Jüngere Kinder setzen sich auf den Fußboden und bekommen unter ständiger Beobachtung einen Welpen auf den Schoß gereicht.
  • Manchmal möchten Welpen gerade mal nicht auf den Arm genommen werden. Das können Kinder oft noch nicht richtig erkennen, weshalb wir es ihnen dann erklären werden, wenn der Hund dies anzeigt. Dein Kind muss akzeptieren können, dass dieser Welpe im Moment weder bespielt noch bekuschelt werden möchte. 

Tiere

  1. Bringst du (nur nach vorheriger Absprache!) ein Tier mit, muss dieses selbstverständlich ebenfalls frei von jeglichen Infektionen und akuten Erkrankungen sein.
  2. Zusätzlich sollte es durchgeimpft und nachweislich Wurm- und Parasitenfrei sein. Bitte bringe den Impfausweis und/oder einen entsprechenden tierärztlichen Nachweis mit.
  3. Dein Tier sollte sauber - am besten sogar frisch gebadet - sein.
  4. Deinen Hund (oder anderes Tier) musst du direkt an der Haustür komplett abwischen: Schnauze, Genitalien, Pfoten, Bauch,... Dafür bekommst du einen feuchten Lappen von mir in die Hand gedrückt. Darüber hinaus wird es mit einer EM-Lotion besprüht und eingerieben. (EM = Effektive Mikro-Organismen)
  5. Bist du dir nicht sicher, ob dein Hund vorsichtig und zurückhaltend reagiert, nimm deinen Hund auch im Haus zunächst an die Leine. Eine saubere Leine halte ich für dich bereit.

weitere Tipps

  1. Die Welpen sind noch nicht stubenrein. Trage ruhig alte Klamotten. Das ist mir und den Kromis total egal. Nur sauber müssen sie sein.
  2. Die Racker springen auch gerne mal an einem hoch. Vermeide bitte Kleidungsstücke (zum Beispiel grob Gestricktes), in denen sie sich zunächst verhaken und dann womöglich abstürzen können.
  3. Die Kleenen sind äußerst neugierig und knabbern gern an allem herum, was sie finden können. Was dir lieb und teuer ist, bringe also lieber erst gar nicht mit; oder aber bringe es vor den kleinen Räubern in Sicherheit.
    Zum Beispiel:
    • Ketten
    • Armbänder
    • Uhren
    • Ohrringe
    • Brillen
    • Schnürsenkel und andere Bänder (zum Beispiel von Kapuzen)
    • Gürtel
    • Haare (Vielleicht ist ein Zopf oder so hilfreich?)
    • Fotoausrüstung
    • ...
  4. Alles was die Lütten abkauen und verschlucken können solltest du bitte sowieso vermeiden.

Damit dein Besuch für alle Beteiligten schön wird und auch die Welpen ein positives Beispiel erhalten, wie Besuche stets abzulaufen haben, bitte ich dich und deine Begleiter um die Einhaltung dieser Spielregeln.

 

Vielen Dank für dein Verständnis!

Deine Kersten.