Warten - hoffen - warten ...

Das ganze Thema „Hundezucht“ besteht eigentlich nur ausständigem Warten und Hoffen. Nicht nur für dich als Interessent; auch für uns Züchter:

  1. Habe ich eine Hündin, mit der ich selber züchten möchte, erwartet uns der erste diesbezügliche Meilenstein frühestens mit anderthalb Jahren. Während ich darauf warte, dass meine Hündin dieses Alter erreicht, versuche ich sie natürlich nach besten Wissen und Gewissen zu sozialisieren sowie zu erziehen und ihr eine glückliche, unbeschwerte Zeit zu ermöglichen. Parallel hoffe ich darauf, dass sie sich zu einer zuchttauglichen, gesunden und wesensfesten Hündin entwickelt, denn dass weiß man bei einem Welpen noch nicht wirklich.
  2. Dann warte ich auf einen Termin für die Körung (Zuchttauglichkeitsprüfung) meiner Hündin, damit sie (hoffentlich!) die Zuchtzulassung erhält. Das Mindestalter für die Körung ist 18 Monate.
  3. Danach darf eine Kromi-Hündin theoretisch sofort Mama werden. Meine Hündin soll aber geistig und mental noch etwas mehr heranreifen und darf bis dahin ihre Jugendzeit (hoffentlich!) unbeschwert genießen, bevor sie sich mit einer Trächtigkeit, Geburt sowie der Welpenaufzucht beschäftigen „muss“. Daher ist Cataleya erst im August 2019 zum ersten Mal Mama geworden.
  4. Als Nächstes warte ich darauf, dass die Läufigkeit, die ich für die Hochzeitsreise auserkoren habe, herannaht. Diese Wartezeit bis dahin kann ich mir mit der wirklich sehr aufwändigen Suche nach dem am besten zu Cataleya passenden Vater der zukünftigen Welpen vertreiben.
  5. Dann warte ich auf die Zusage (hoffentlich!) der Deckrüden-Besitzer für meine Hochzeitsanfrage.
  6. Dann stelle ich den offiziellen Zuchtantrag beim Rassezuchtverein der Kromfohrländer e.V. (RZV) und warte auf die entsprechende Genehmigung (hoffentlich!).
  7. Dann warte ich auf „die" Läufigkeit meiner Hündin. Erst dann kann ich die Hochzeitsreise planen, denn erst dann weiß ich (hoffentlich!) ungefähr, wann Cataleya in den Stehtagen sein könnte. Da man nie weiß, ob es letztlich mit dem von uns Menschen auserkorenen Partner klappt, suche und reserviere ich in der Nähe aller genehmigten Rüden eine Unterkunft. (Versuche das mal mit einer läufigen Hündin im Schlepptau…)
  8. Also warte ich nun auf ihre Stehtage. Dann fahren wir zum Rüden und ich hoffe, dass die beiden sich so sympathisch sind, dass sie (hoffentlich!) ... Naja ... du weißt schon... Wenn nicht, müssen wir weiterfahren… zu dem nächsten Rüden… und wieder hoffen
  9. Danach beobachte ich meine Hündin tagein, tagaus ganz genau und vermute wahrscheinlich hinter jeder Kleinigkeit, dass sie (hoffentlich!) aufgenommen hat und (hoffentlich!) trächtig ist,
  10. während ich darauf warte, dass sie endlich harzt (hoffentlich!). Darunter versteht man die Absonderung von etwas Schleim, was ziemlich sicher auf eine Trächtigkeit hinweisen würde. Das ist jedoch nicht vor dem 21. Tag der Trächtigkeit zu erwarten und konnte ich bei Cataleyas erster Trächtigkeit nicht beobachten.
  11. Dann warte ich auf den Ultraschall-Termin, um (hoffentlich!) einen ersten Blick auf die Welpen werfen zu können.
  12. Dann warte ich darauf, dass der Bauch meiner Hündin wächst (hoffentlich!); ungefähr ab Beginn der zweiten Hälfte der Trächtigkeit.
  13. Dann warte ich darauf, dass ich die Bewegungen der Welpen im Bauch fühlen und sehen kann (hoffentlich!).
  14. Dann warte ich darauf, dass der errechnete Geburtstermin heranrückt und bis dahin alles problemlos läuft (hoffentlich!).
  15. Dann warte ich darauf, dass die Geburt beginnt, komplikationslos verläuft und gesunde Palaneri-Welpen auf die Welt kommen (hoffentlich!).

    Auch dann ist die Zeit des Wartens und Hoffens noch nicht vorbei, aber sie ist nun mit viel Leben erfüllt:

  16. Denn nun hoffe ich, dass sich die Welpen erwartungsgemäß entwickeln.
  17. Dann warte ich darauf, dass die Welpen ihre Augen das erste Mal öffnen.
  18. Dann warte ich darauf, dass sie anfangen zu laufen.
  19. Dann warte ich darauf, dass sie die Welpenstube und den Welpengarten erkunden.
  20. Dann warte ich darauf, dass sich ihre Persönlichkeiten entwickeln.
  21. Dann warte ich darauf, dass die Palaneri-Welpen-Interessenten ganz oft zu Besuch kommen.
  22. Dann warte und hoffe ich auf schöne Welpen-Ausflüge.
  23. Dann warte und hoffe  auf so viele weitere „Meilensteine“ während der Aufzucht.
  24. Und letztlich warte ich darauf, dass die neuen Kromi-Besitzer ihren Palaneri-Welpen abholen (leider! 😉)
  25. und hoffe inständig, dass ich bei der Auswahl der Palaneri-Eltern ein sehr gutes Bauchgefühl und ein glückliches Händchen hatte,
  26. damit die Palaneris (hoffentlich!) ein langes, gesundes und glückliches Kromi-Leben erleben.
  27. Dann hoffe ich auf häufige Berichte, wie es dir mit deinem Palaneri (er-)geht.
  28. Außerdem hoffe ich auf viele Fotos.
  29. Und ich hoffe, dass wir dauerhaft in gutem, ständigem Kontakt und Austausch bleiben.
  30. Und ich wünsche mir, dass wir uns immer mal wiedersehen (hoffentlich!).